Letzte Änderung: 22. Oktober 2018

Pflichtpraktika

Informationen zum Praktikum im Grundstudium

Die Pflichtpraktika sind keine Voraussetzung für die Zwischenprüfung, sondern erst für die Anmeldung zur staatlichen Pflichtfachprüfung. Dennoch werden diese zumeist bereits während des Grundstudiums absolviert, denn gerade in der Vorbereitungszeit zur staatlichen Pflichtfachprüfung fehlt hierfür die Zeit. Insgesamt sind dabei zwei sechswöchige Praktika – innerhalb der vorlesungsfreien Zeit – abzuleisten.

 

Dabei müssen mindestens sechs Wochen in der Rechtspflege, vornehmlich bei einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt, oder in einem Unternehmen der freien Wirtschaft und mindestens sechs Wochen bei einer Verwaltungsbehörde vollbracht werden.

 

Für die Praktika muss sich selber beworben werden, es empfiehlt sich dies frühzeitig zu tun. Insbesondere für ein Praktikum in der Verwaltung ist eine Bewerbung bereits ein Jahr vor gewünschtem Praktikumsantritt empfehlenswert.

 

Bei Fragen zu den Pflichtpraktika melden Sie sich bitte direkt bei den Justizprüfungsämtern.

§ 8 JAG NRW
Praktische Studienzeit

(1) Die Studierenden haben eine praktische Studienzeit abzuleisten. In dieser Zeit sollen ihnen ein Einblick in die Praxis vermittelt und, soweit möglich, Gelegenheit zu einer praktischen Mitarbeit gegeben werden.

(2) Die praktische Studienzeit dauert insgesamt drei Monate. Sie ist während der vorlesungsfreien Zeit in der Regel in zwei Teilen abzuleisten.

(3) In der Regel findet die praktische Studienzeit mindestens sechs Wochen in der Rechtspflege, vornehmlich bei einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt, oder in einem Unternehmen der freien Wirtschaft und mindestens sechs Wochen bei einer Verwaltungsbehörde statt. Die Ausbildung kann auch bei überstaatlichen, zwischenstaatlichen oder ausländischen Ausbildungsstellen oder einer ausländischen Rechtsanwältin oder einem ausländischen Rechtsanwalt abgeleistet werden.

(4) Das Justizprüfungsamt kann auf Antrag weitere Ausnahmen von der Regelausbildung (Absatz 2 Satz 2, Absatz 3) zulassen.

(5) Bei Beginn der Ausbildung sind die Studierenden auf die Pflicht zur Verschwiegenheit hinzuweisen. Findet die Ausbildung bei einem Gericht oder einer Verwaltungsbehörde statt, sind die Studierenden nach § 1 des Verpflichtungsgesetzes vom 2. März 1974 (BGBl. I S. 469, 547) in der jeweils gültigen Fassung auf die gewissenhafte Erfüllung ihrer Obliegenheiten zu verpflichten.

(6) Die ausbildende Stelle erteilt den Studierenden eine Bescheinigung über die Ableistung der praktischen Studienzeit.