Letzte Änderung: 08. November 2019

Die Ruhr-Universität Bochum ist deutscher Meister im Verfassungsrecht!

Das Team der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum errang den ersten Platz im HanseMoot Court Wettbewerb und holte sich somit die „deutsche Meisterschaft“ im Verfassungsrecht. Am 4. und 5. November fand zum zweiten Mal der Hanse Moot Court statt. Es handelt sich um einen bundesweiten Wettbewerb zum deutschen Verfassungsrecht, an dem 16 Studierendenteams deutscher Juristischer Fakultäten teilnahmen.

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Den Pokal aus Hamburg tief in den Westen geholt…

Das Bochumer Team (mit Pia Feischen, Linda Roßmann, Lynn Schaefer und Alina Wolski) setzte sich im Finale gegen ein Team der Universität Bonn durch und holte den Pokal tief in den Westen der Republik. Austragungsort war das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg. Das Rathaus der Hansestadt bot den Rahmen für die Abschlussfeier. Die Festrede hielt der ehemalige Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“ Prof. Dr. h.c. Robert Leicht.

Noch weitere Auszeichnungen …

Daneben gewann das Bochumer Jura-Team noch weitere Preise: Linda Roßmann wurde für ihre herausragende mündliche Leistung mit dem 2. Platz als beste Rednerin im Gesamtwettbewerb ausgezeichnet. Lynn Schaefer erhielt für ihre ebenfalls herausragende Leistung den 3. Platz. Damit stellte das Bochumer Team zwei der drei besten Redner des gesamten Wettbewerbes.

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Schon nach der Vorrunde an der Spitze des Feldes …

In der Vorrunde trat das Bochumer Team gegen die Teams der Universitäten Trier und Greifswald an. Schon hier konnten die vier Bochumerinnen ihr Können unter Beweis stellen. Sie zogen als Erstplatzierte nach der Vorrunde in das Halbfinale ein. Im Halbfinale konnte sich das Team nach einem sehr anspruchsvollen Match gegen ein Team der Universität Bonn durchsetzen. Bonn war als einzige Universität mit mehreren Teams im Wettbewerb vertreten. Das Finale, das im Plenarsaal des Hanseatischen Oberlandesgerichtes ausgetragen wurde, konnte das Team schließlich erneut im Wettstreit gegen ein anderes der Bonner Teams für sich entscheiden.

Die Bochumer Erfolgstradition fortgesetzt …

Bochum kann inzwischen mit Stolz auf eine lange Reihe von Erfolgen im Bereich der Moot Courts zurückblicken.Das „Team Bochum“ wurde am Lehrstuhl von Prof. Dr. Adelheid Puttler, LL.M. insbesondere von Dr. Isabella Risini, LL.M. und der studentischen Hilfskraft und Alumna des HanseMoot 2017 Ella Schönleben betreut. Als ehrenamtliche Coaches unterstützten Lennard Dute und Tobias Optebeck, ehemalige erfolgreiche Teilnehmer im Hanse Moot Court Team 2017, tatkräftig. Das Bochumer Team hatte 2017 den zweiten Platz im HanseMoot Court errungen, Ella Schönleben war damals als beste Rednerin ausgezeichnet worden.

Dank an die gesamte Juristische Fakultät und alle Unterstützer …

… für Finanzierung und beste Rahmenbedingungen

Die Juristische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum finanzierte im Vorfeld einen Besuch beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe und übernahm die Reisekosten zum Wettbewerb nach Hamburg. Das Dekanat konnte außerdem dem Team einem Raum für die Ausarbeitung der Schriftsätze zur Verfügung stellen, sicherlich ein wichtiger Baustein für den jetzigen Erfolg. Daneben bot das Gerichtslabor der Fakultät optimale Voraussetzungen für die Vorbereitung der mündlichen Runden

… für Engagement und Betreuung durch Alumni und Dozenten

Dank gebührt den vielen (!) Mitgliedern früherer Bochumer Jessup Moot Court Teams, die in zahlreiche Proberunden im Gerichtslabor der Fakultät mithalfen, das HanseMoot Court Team für den Wettbewerb zu stählen. Dank gebührt ferner der Geschäftsführerin des Zentrums für Internationales der Juristischen Fakultät Dr. Judit Beke-Martos, die das Team mit Rhetoriktraining und bei Probeplädoyers unterstützte. Wichtige Proberunden fanden außerdem mit Prof. Dr. Sebastian Unger, Prof. Dr. Wolfram Cremer, Prof. Dr. Markus Kaltenborn und Prof. Dr. Adelheid Puttler statt. Sie forderten das Team und spornten es an.

… zu Besuch in Düsseldorf

Die Düsseldorfer Kanzlei Hogan Lovells lud das Team zu einer Proberunde ein. Der Kontakt zu den Praktikern verschaffte den Teammitgliedern wertvolle Einblicke in die anwaltliche Tätigkeit.

Zum Wettbewerb: Der HanseMoot Court

Im Wettbewerb mussten die Studierenden in die Rolle von Anwälten vor dem Bundesverfassungsgericht schlüpfen, umfangreiche Schriftsätze vorbereiten und ihren Fall mündlich verteidigen. Seit Veröffentlichung des Falles im Mai hatte das Team die Aufgabe, den Antrag einer fiktiven Abgeordneten des Bundestages auszuarbeiten und gleichzeitig einen Schriftsatz der fiktiven Bundestagspräsidentin als Antragsgegnerin mit entsprechenden Gegenargumenten zu verfassen. In Hamburg lieferten sich in simulierten Verhandlungen die Teams in mehreren Runden einen mündlichen Schlagabtausch vor einer Richterbank, die jeweils mit Vertretern aus Praxis und Lehre hochrangig besetzt war. Das Bochumer Team besiegte dabei die Teams aus Trier, Greifswald und Bonn im direkten Schlagabtausch, und setze sich insgesamt gegen 15 andere Teams durch.Inhaltich ging es in dem fiktiven Fall „Rausschmiss auf dem Bundestag“ um den Umgangston im Parlament und entsprechende Sanktionen für Verstöße von Abgeordneten. Der Fall weist eine große Aktualität auf und zeigt, was das in diesem Jahr 70 Jahre alte Grundgesetz den neuen Herausforderungen entgegensetzt.

Nachfragen an:

Dr. Isabella Risini, LL.M. (Chicago-Kent) Akademische Rätin auf Zeit/Postdoctoral Researcher

RUHR-UNIVERSITÄT BOCHUM

Juristische Fakultät / Faculty of Law

GD E2/431

Universitätsstraße 150

44801 Bochum

Deutschland / Germany

 

Tel: +49 (0)234 32 22823

Fax: +49 (0)234 32 14139

E-Mail: isabella.risini@rub.de

www.rub.de/ls-puttler

 

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