Letzte Änderung: 23. Oktober 2020

12th Nelson Mandela World Human Rights Moot Court– Ein Erfahrungsbericht

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Nelson Mandela World Moot Court - Bochumer Schriftsätze auf Platz 4 weltweit!

Bereits zum zweiten Mal nahm ein Team der Juristischen Fakultät der RUB am internationalen Nelson Mandela World Human Rights Moot Court teil – mit großem Erfolg! Das Team, bestehend aus Herrn Klemens Hering (EELP – Ethics, Economics, Law and Politics) und Frau Sonja Schäfer (Rechtswissenschaften) bekam die Auszeichnung für die weltweit viertbesten englischsprachigen Schriftsätze und qualifizierte sich mit dieser Leistung für die mündlichen Runden in Genf, die bedingt durch Covid-19 dieses Jahr nur virtuell stattfinden konnten.

Der Nelson Mandela World Human Rights Moot Court ist ein internationaler Wettbewerb im Bereich der Menschenrechte. Er wird ausgerichtet vom Zentrum für Menschenrechte der Universität Pretoria mit Unterstützung der American University, des Hochkommissariats für Menschenrechte sowie des UN-Menschenrechtsrates. Zunächst erfolgt eine Schriftsatzphase, in der die registrierten Teams einen Schriftsatz jeweils für den Antragsteller und den Antragsgegner zur Einreichung bei einem fiktiven Menschenrechtsgerichtshof anfertigen. Von den registrierten Teams werden anhand der Qualität ihrer Schriftsätze die besten 10 Teams ihrer jeweiligen UN Region (Afrika, Asien-Pazifik, Lateinamerika und Karibik, Westeuropa und weitere, Osteuropa), also maximal 50 Teams weltweit, ausgewählt, die sich sodann in den mündlichen Runden in Genf argumentativ vor einer mit Fachleuten besetzten Richterbank mit anderen Teams messen dürfen. Der Wettbewerb wird grundsätzlich in englischer, französischer und spanischer Sprache ausgetragen.Moot Courts werden klassischerweise für Studierende der Rechtswissenschaften angeboten. Der „World Moot“ ist jedoch offen für Studierende verschiedener Studienfächer. Der Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Adelheid Puttler entschied sich deshalb in diesem Jahr dazu, ein interdisziplinäres Team aufzustellen. So konnte das Team die menschenrechtlichen Problemstellungen sowohl aus juristischer als auch aus ethischer Sicht beleuchten. Ende Juli reichte das Team seine Schriftsätze zur Wertung ein. In diesem Jahr hatten sich zur Schriftsatzphase ca. 100 Teams aus der ganzen Welt gemeldet. Das Bochumer Team qualifizierte sich im September in der UN-Gruppe „Western Europe and Others“ als einziges deutsches Team für die mündlichen Vorrunden.Die Vorrunden fanden vom 19. bis zum 23. September ausschließlich virtuell über Zoom statt. Das Bochumer Team musste sich vor einer fünfköpfigen Richterbank gegen starke Teams behaupten und schlug sich achtbar. Am Ende reichte es leider nicht für den Einzug in das Viertelfinale. Freuen kann sich das Team trotzdem: Die Schriftsätze des Teams erreichten in der Gesamtwertung den weltweit vierten Platz der englischsprachigen Schriftsätze und liegen damit vor solch renommierten Universitäten wie Oxford und Yale. Die Studierenden wurden am Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Adelheid Puttler intensiv von Frau Dr. Jule Giegling gecoacht. Bei den mündlichen Vorbereitungen wurde das Team außerdem tatkräftig von Frau Ella Schönleben betreut sowie von Dr. Judit Beke-Martos, Dr. Isabella Risini, den Alumni des World Moots und des Philip C. Jessup Moot Courts, an dem die Ruhr-Universität regelmäßig mit Erfolg teilnimmt, unterstützt. Weitere Informationen zum Bochumer Team und der Teilnahme am Nelson Mandela Moot Court erteilt gerne Frau Wiss. Mit. Dr. Jule Giegling (Jule.Giegling@rub.de).

Hier finden Sie den gesamten Bericht.